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Amela Kerla
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Geboren am 29.06.1970 Geboren in Ceribasici Lebt (lebte) in Aachen
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Amela Kerla wurde am 29. Juni 1970 in Ceribasici bei Sarajewo in Bosnien geboren. Im Alter von zwei Jahren kam sie nach Deutschland, kehrte mit sieben Jahren nach Bosnien zurück, um zwei Jahre später erneut nach Deutschland zurückzukehren.
Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie Ausbildungen als Verkäuferin und im Bereich der Kinderpflege. Später nahm sie Tanz- und Kunstunterricht.
Amela Kerla stammt aus einer Künstlerfamilie; ihr Vater, Ahmo Kerla, sowie ihre drei Cousins sind Maler. Einige Familienmitglieder sind auch schriftstellerisch tätig.
"Seit Beginn des Balkankrieges verfolge ich das Ziel, zur Erhaltung der bosnischen Kultur beizutragen. Bei meiner Beschäftigung mit Poesie, Fotografie, Tanz und Theater versuche ich, den Blick auf meine Kultur zu richten. Die Malerei ist für mich ein Ausdrucksmittel, die Gefühle, die mich aufgrund des Krieges in meiner Heimat bewegen, darzustellen. Die Kunst ist für mich ein Heil- und Kampfmittel zugleich."
Dieses Engagement zeigte sich zum Beispiel in der Gründung der Künstlertruppe "Bosnien lebt" im Jahr 1992.
Die Einflüsse ihrer Heimat sind bei Amela Kerla stark zu spüren. Das bäuerliche Leben, das ihre Kindheit bestimmte, stellt sie mit den Mitteln der naiven Malerei dar. In ihrem Bild "Bosnischer Frühling" betont sie die positiven Seiten des naturverbundenen Lebens .
Im Gegensatz dazu steht die Gegenwart, die Krieg und Tod gebracht hat, versinnbildlicht durch das Bild "Trauernde Mutter".
Auch ihre abstrakten Bilder verweisen auf die dunklen Seiten des Lebens, sie zeigen Menschen, die vom Unheil umgeben sind.
Amela Kerla lässt sich nicht eine bestimmte Kunstrichtung einordnen. Ihre Bilder sind aus dem Herzen heraus gemalt und wollen die Betrachter zum Mitempfinden, aber auch zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit ihren Inhalten bewegen. Daneben ist sie auch als Erzählerin in Erscheinung getreten. Ihr erstes selbst geschriebenes Märchen 'Die Prinzessin aus Sarajewo' präsentierte sie zusammen mit ihrer Tochter Semina im Rahmen einer "Multikulturellen Reise ins Märchenland", die u.a. von der Volkshochschule in Baesweiler im Oktober 2000 veranstaltet wurde.
Ihr aus Damaskus stammender Lehrer, der Maler und Erzähler Burhan Karkutli, schreibt über sie:
"Ich habe Amela im Jahr 1991 kennen gelernt. Beeindruckt hat mich ihre Vielseitigkeit: sie schreibt Poesie, sie singt, spielt Akkordeon, tanzt, fotografiert und malt.
Zu Beginn der bosnischen Tragödie war sie belastet mit unerträglichem Schmerz. Dieser Schmerz suchte einen künstlerischen Ausdruck und fand ihn in der Malerei. Sie malte Tag und Nacht wie eine Besessene ohne über Stilfragen oder sonstige Dinge nachzudenken, ihr Malen war ein Schrei nach Befreiung durch Form und Farbe. So wurde sie Malerin.
In ihren Bildern erwachen ihr zerstörtes Heimatdorf und die bosnische Vergangenheit vor dem Krieg zu neuem Leben."
Damit dies nicht nur im Reich der Kunst geschieht, und um die Zukunft ihrer Heimat mitzugestalten, stellt sie fünfzig Prozent des Verkaufserlöses für ihre Bilder für humanitäre Zwecke in Bosnien zur Verfügung.
Einzelausstellungen
1992 Frauenmuseum Bonn
Brückenforum Bonn
1993 Ökozentrum Köln
Bosnischer Club Aachen
1995 Bosnischer Kulturverein Alsdorf
Gruppenausstellungen
1993 Frauenmuseum Bonn "Künstlerinnen gegen den Krieg"; Fernsehauftritt im WDR
Bürgerhaus Stollwerk, Köln
Künstlerforum Bonn
Galerie Wendepunkt, Mönchengladbach
1994 "Gemeinsam handeln gegen Gewalt"; Bürgerhaus Bergisch-Gladbach
Volkshochschule Bergisch-Gladbach
Kulturzentrum Bad Oeynhausen
Landesgeschäftsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Wuppertal
1995 Ausstellungen in Stendal, Bochum, Bielefeld
2000 "Frauen verbinden Welten", Verwaltungsgebäude der Stadt Aachen
"Tag des Friedens"; Aula Carolina Aachen
"Die verlorene Heimat"; Caritas-Verband Aachen
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