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Wenn es im Bereich der figurativrealistischen
Malerei eine Entdeckung während der letzten
Jahre gab, dann waren es die Arbeiten des
Schotten Jack Vettriano. Sein Stil und die
Themenauswahl orientieren sich deutlich am Stil
amerikanischer Realisten, an erster Stelle wohl
an den unterkühlt-distanzierten
Figurenzeichnungen Edward Hoppers. Auch die
sensationsheischenden Titelillustrationen der
amerikanischen »pulps« und »magazines« und die
Arbeiten von Norman Rockwell müssen zu den
Studiengebieten Vettrianos gehört haben. Die
schwere triviale Süße und Sentimentalität, die
deutlich Vettrianos Malstil prägen, führt er
durch eine ironisch-distanzierte Brechung ad
absurdum. Vettriano begann seine Karriere
zunächst als Bergbauingenieur auf den
schottischen Kohlefeldern. 1988 wurden seine
ersten Bilder von der Royal Scottish Academy
für eine Anstellung akzeptiert und sofort
verkauft. Weitere Beiträge zu anderen
Ausstellungen führten aufgrund ihres großen
Erfolges zu seiner ersten Einzelausstellung 1992
in Edinburgh. In den letzten Jahren wurde die
Malerei sein ausschließlicher Lebensmittelpunkt,
die stark von der populären amerikanischen
Kultur, den Arbeiten des Fotografen Brassai,
sowie einer spezifischen schottischen
Farbtradition geprägt ist. Jack Vettriano lebt
heute in Edinburgh, Schottland.
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