Der am 20. April 1893 geborene Joan Miró ging in seinen
Arbeiten zunächst vom Kubismus aus, wurde von dem
Werk des Bauhaus-Meisters Paul Klee nachhaltig berührt,
um anschließend einen Kosmos voller traumhafter
Jenseitswesen zu schaffen. Es entstanden so Arbeiten
voller drolliger und burlesker Gestalten und Figuren, die
neben den Arbeiten Dalis and Magrittes zu den
bekanntesten und herausragenden Werken des
Surrealismus gehören. 1919 besucht er das erste Mal
Paris, wo er sich mit Picasso anfreundet. Seine erste
Pariser Einzelausstellung 1921 wird ein Reinfall, 1923
bekommt er einen ersten Kontakt zu der späteren
Surrealistengruppe um André Breton.
1934 beginnt er mit Pastellen auf Velourspapier seine
»wilde« Periode und nimmt 1935 und 1938 an
internationalen Surrealisten-Ausstellungen in New York
und Paris teil. Ab 1944 erfolgen erste Arbeiten mit
Keramiken, ab 1947 ist er als inzwischen international
anerkannte Künstlergröße in den USA und Europa
vertreten. 1956 zieht er sich endgültig nach Barcelona
zurück, wo ab 1960 seinen großzügig-abstrakten Stil
entwickelt, die "Peinture Nouvelle". Wandkeramiken und
Skulpturen werden sein zweites großes Schaffensgebiet.
Es folgen 1970 riesige Keramikinstallationen am
Flugplatz von Barcelona und 1978 mehrfarbige
Monumentalskulpturen für die Pariser Esplanade de la
Défense. Miró stirbt am 25. Dezember 1983 im Alter von
neunzig Jahren in Palma de Mallorca.