Geboren am 25.10.1881 Geboren in Malaga Gestorben am 08.04.1973
Wie keine andere Künstlerpersönlichkeit prägte der am 25.
Oktober 1881 in Malaga geborene Maler, Graphiker,
Bildhauer und Keramiker eine Reihe von Stilepochen.
Nach dem Besuch der Kunstschule in Barcelona und der
Academia San Fernandio in Madrid zog er 1904 nach Paris.
Zuvor entstand schon ab 1901 in seiner »Blauen Periode«
ein erster eigenständiger figurativer Stil, dem bis 1906 die
so genannte »Rosa Periode« folgte. Mit dem
Jahrhundertwerk »Les Demoiselles d'Avignon«
1906/07, das den analytischen Kubismus auslöste,
revolutionierte er radikal die künstlerische Sehweise.
Es folgte ab 1912 die Phase des synthetischen Kubismus,
dem zu Beginn der zwanziger Jahre eine gegenständliche
»klassizistische« Richtung folgte, die 1925
surrealistische Züge annahm. Als Höhepunkt seines
Schaffens gilt das aus Anlaß des spanischen Bürgerkrieges
entstandene »Guernica«, das 1937 für die
Weltausstellung in Paris angefertigt wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg experimentierte Picasso mit
neuen Techniken and Themen. Die Lithografie and seine ab
1947 in Vallauris bei Cannes entstandenen Keramiken
dominierten zunächst sein Werk. Mit stark vereinfachten
kurvigen Linien und Konturen entstand in den fünfziger
Jahren sein reifes Spätwerk, das sich in zum Teil heiter-
parodistischen Themen and Frauenporträts in den sechziger
Jahren hin zu einem abgeklärten Klassizismus entwickelte.
Picasso starb am 08.April 1973 in Mougins bei Cannes. Er
hinterließ ein umfangreiches Oeuvre, das zu den vitalsten
und einflussreichsten Bildschöpfungen der Moderne gehört,
mit dem in Paris wie auch in Barcelona ein Picasso-
Museum eingerichtet wurde.