Der am 18. Dezember 1879 in der Nähe von Bern geborene
Maler and Grafiker Paul Klee entwickelte in seiner
ausgesprochen üppigen Produktion eine Formensprache
der Verinnerlichung, die irgendwo zwischen Abstraktion,
kindlicher Welt, Traum, Geheimnis und Rätselhaftigkeit
angesiedelt war.
Zwar standen seine Bilder weitestgehend in einem Raum
der abstrakten Farb- und Formsprache, sie beinhalten
jedoch immer auch so viele gegenständliche Zeichen und
Elemente, die den Betrachter zum Grübeln, Rätseln und
auch zum Träumen anregen konnten.
Nach deutlich von der Graphik geprägten Anfängen mit
zarten und farblosen Konturen, brachte die Tunisreise mit
seinen Malerkollegen August Macke und Louis Moilliet im
Jahr 1914 den Durchbruch zur Farbe. Während seiner Zeit
als Lehrer am Bauhaus in Weimar and Dessau (1920 - 1931)
und seiner Tätigkeit an der Düsseldorfer Akademie, (1931 -
1933) traten Untersuchungsreihen zu
Kompositionsmerkmalen und Farbreihen stärker in den
Vordergrund.
Nach seiner Entlassung als Professor an der Düsseldorfer
Akademie durch die nationalsozialistischen
Machthaber im Jahr 1933 kehrte Klee nach Bern zurück. In seinem
Spätwerk bis zu seinem Tod am 29. Juni 1940 in Locarno
wurden seine Arbeiten monumentaler und dunkler. Paul Klee war überdies einer der
bedeutendsten Kunstpädagogen seiner Zeit.