Geboren am 30.03.1853 Geboren in Zundert Gestorben am 29.07.1890
Wohl um keinen anderen Maler haben sich so viele Mythen
und Deutungen gerankt wie um den flämischen Maler
Vincent van Gogh, in dessen Schicksal wohl auch die
Hauptanziehungskraft seines Mythos liegt:
Selbstverstümmelung, Irrenhaus und schließlich
Selbstmord sind Ausdruck einer extremen Identitätskrise,
menschlich wie künstlerisch, deren Ausdruck die ins
ebenso Extreme gesteigerte Leuchtkraft seiner Farben war.
Diese Mischung aus Genie und Wahnsinn ist es, die auch
nach über einhundert Jahren die ungebrochene Faszination
erklärt, die der Name van Gogh auslöst.
Vincent van Gogh, geboren am 30. März 1853 in Zundert
bei Breda als Sohn eines Pfarrers, studierte in Amsterdam
Theologie und betreute anschließend als Prediger und
Lehrer im wallonischen Grubengebiet die dortigen Arbeiter
der Kohle- and Erzproduktion. Ab 1883 begann er die
Bauern and Arbeiter seiner Heimat in erdigen, schweren
Farben zu malen, zog aber 1886 nach Paris, wo er die heitere
und lichte Malerei der Impressionisten entdeckte. Nach
seinem Umzug in den Süden nach Arles 1888 entstanden in
einem fieberhaften rauschartigen Schaffen seine berühmten
Landschaftsbilder, Stillleben and Porträts, die er in
strahlenden, zu maximaler Ausdruckskraft gesteigerten
Farben anlegte.
Trotz immer stärker werdender geistiger
Erschöpfungszustände und Wahnvorstellungen wurde sein
künstlerisches Schaffen aber nicht gelähmt. Nach einem
letzten Aufenthalt bei einem ihn betreuenden Arzt in
Auvers verübte Vincent van Gogh, der Überwinder des
Impressionismus und wichtige Wegbereiter der folgenden
expressiven Kunstströmungen, am 29. Juli 1890
Selbstmord.